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Mit dem Trekkingrad von Freiburg nach Nantes und St. Brevin (Eurovelo 6)

"Je suis Resto, pas de Bar"

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Wann: 30. April - 21. Mai 2022

Allgemein: 17 Etappen, ca. 1350 km, fast immer an Kanälen und Flüssen entlang (Rhein-Rhone-Kanal - Doubs - Saône - Canal du Centre - Loire). Anfahrt nach Freiburg, Rückfahrt mit dem TGV von Nantes nach Paris, von Paris nach Straßburg und dann nach einer kleinen Radetappe bis Achern von dort nach Karlsruhe und dann nach Hamburg.
Unterkunftsorte waren: Müllheim, Montbeliard, Besancon, Saint-Jean-de-Losne, Chalon-Sur-Saône, Génelard, Bourbon-Lancy, Nevers, Belleville-Sur-Loire, Châteauneuf-Sur-Loire, Orléans, Blois, Tours (2x), Gennes-Val-de-Loire, La Possonnière, Nantes, St. Brevin (2x), Nantes, Straßburg

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Los ging die Reise natürlich erst einmal mit der Buchung der Züge mit Radstellplätzen. Eigentlich wollte ich nach Basel, aber grenzüberschreitend wurde mir keine Radmitnahmemöglichkeit angezeigt. Eine Station früher in Freiburg auszusteigen war kein Problem. Und günstiger war es auch noch (evtl. gehen die Sparpreise nicht, wenn man ins Ausland fährt). Also nach der Ankunft in Freiburg erst einmal in ein Café und dann los nach Müllheim. Von dort am nächsten Tag auf nach Frankreich. Was sofort auffällt ist, dass man sich ab der Grenze freundlich grüßt.
Die Ausschilderung der Route ist gut, und die Wege ware bis auf wenige Ausnahmen (vornehmlich gegen Ende) fast ausnahmslos geteert. Wir fragten uns, wo die Berge sind, die Vogesen. Die Route folgt immer Kanälen, die einzigen Höhenmeter macht man an den unzähligen Schleusen. So kommt man von einem schönen Städtchen zum nächsten und hat immer Wasser neben sich. Ab und an trifft man andere Radwanderer. Um diese Jahreszeit aber eher selten.
Nur ein Stück hinter Montceau-les-Mines führt durch recht hügeliges Weideland, mit Hecken entlang der Sträßchen. Der Teil erinnerte durch aus an England.

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Im zweiten Teil der Tour kommt man durch die Sehenswerten Städte Orleans und Tours. Dann folgt man weiter der Loire, bisher meist nicht schiffbar und im Naturschutzgebiet, die dann eingedeicht ist, auf einer Seite hügelig mit Weinkellern in Naturhöhlen, und auf der anderen Seite mit Deich gesäumt von Hausern und Landwirtschaft. Nantes haut einen wegen der weitgehend autofreien Innenstadt mit tausenden Cafes und Restaurants um. Die Straße um die Ecke wurde abends zum Beispiel gesperrt, so dass die kleinen Restaurants die Tische auf die Straße stellen können.
Tja, und dann geht es zum Meer (erst mal raus aus Nantes, das zieht sich und ist nicht so schön), gegen den Wind, durch Schilf und zunehmend mehr Sand.

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Nach dem Frühstück im Hotel und den ersten Kilometern bot sich häufig eine Backerei mit Leckereien für das zweite Frühstück an: Kaffee, ein Eclair und ein Paris-Brest. Ansonsten nimmt man, was es am Weg gibt, denn meist geht es durch dünn besiedelte Gegenden mit sehr kleinen Dörfchen. Deswegen hatten wir auch immer eine kleine Notration dabei. Wenn man Glück hat, kommt man zur Mittagszeit an einem Restaurant vorbei und bekommt ein Tagesmenü. Ansonsten gönnt man sich abends ein typischweies mehrgängiges Menü, meist durchaus den Preis wert und immer gut. Und natürlich immer ein gutes Gläschen Wein dazu. Falls man in einem Ort ohne geöffnete Restaurants landet, dann ist manchmal auch eine Halbpension eine gute Lösung.

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An charmanten Unterkünften fehlt es nicht, auch wenn manche schon etwas in die Jahre gekommen sind. Hier und da sind Städtchen weiter weg, und dann kann ein Campingplatz helfen.

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Um ein paar Schlösser kommt man an der Loire natürlich nicht herum. Eines hatte auch Schließfächer für das Gepäck. Ansonsten konnten wir dort wo wir waren auch die Räder hinter der Kasse abstellen. Am Schloss Chambord ist schon die Anfahrt durch den Wald und Park beeindruckend.

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Ankunft am Meer, endlich. Bestes Wetter, Strandspaziergänge, kühlender Wind und abends Austern. Ein schönes Ziel. Von dort nach einem Tag Pause nach St. Nazaire (Deutscher-U-Boot-Bunker) und mit dem Zug zurück nach Nantes.

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Tja, über zwei Wochen zum Meer radeln und dann in viereinhalb Stunden mit dem TGV zurück. 2.5 mit einem Stopp von Nantes nach Paris. Dort mit Schauern unterbrochen noch 4 - 5 Stunden Sightseeing mit dem Rad (Verkehr ist kein Problem, auch in Paris ist Frankreich radfreundlich geworden) und dann in 2 Stunden Non-Stop nach Straßburg.
Ein toller Urlaub, 3 Wochen, die nach der Corona-Pause auch mal wieder nötig waren.

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Tipps/Hinweise: Unter France Velo Tourisme findet man Frankreichs ausgeschilderte Radrouten mit Tipps und Unterkünften, die auf Radfahrer vorbereitet sind. Definitiv einen Besuch wert. Die Eurovelo-Routen findet man unter EuroVelo.
Unterkünfte gab es bis auf wenige Ausnahmen meist genügend. Zweimal mussten wir auf einen Campingplatz und z.B. in einem Wohnwagen übernachten. (man braucht nicht immer ein Zelt). Am Ende der Reise, in St. Brevin und St. Nazaire gab es wenige Unterkünfte, viele Hotels schienen ausgebucht und Appartments hatten oft keine Abstellmöglichkeit für Räder. Unterkünfte haben wir immer über booking, francevelotourisme oder Google gefunden und meist am Abend zuvor gebucht oder zumindest herausgesucht.
Über die Brücke nach St. Nazaire kann man übrigens problemlos fahren. Zumindest, wenn kein heftiger Wind bläst. Es gibt einen kleinen, ein Meter breiten und sauberen Notstreifen, auf dem man gut fahren kann.
Sonntagabend haben Restaurants in der Regel geschlossen. Ausnahmen gibt es nur in Großstädten. Oft empfiehlt sich eine Reservierung. Auch mittags sind Restaurants nur kurze Zeit geöffnet, und manchmal wird geschlossen, sobald das Essen aus ist oder nur noch wenige Kunden kommen. Mann nimmt also am besten das, was sich bietet und spekuliert nicht auf die nächste Gelegenheit. Ansonsten gibt es in Supermärkten noch Sandwiches. Die großen Supermärkte sind im Gegensatz zu den kleinen Bäckereien auch immer geöffnet. Abends in einem Restaurant nur etwas trinken geht in der Regel nicht ("Je suis Resto pas de Bar"). Dafür gibt es Bars, aber die schließen auf dem Land oft auch schon früh.
Frankreich ist ideal zum Radfahren. Man sieht ab und an die Rennradtradition aufblitzen wenn einem ältere Päärchen auf alten Stahlrahmen entgegenkommen, Autofahrer sind rücksichtsvoll, und auch in den Städtchen gibt es Radstreifen und geöffnete Einbahnstraßen. Im hitzigen Süden mag das anders sein, aber in der Mitte fühlt man sich definitiv wohl.

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Nochmal in 7 Etappen mit dem MTB durch den Bayerischen Wald

Wann: 19. - 26. September 2021

Die 2020 wegen schlechten Wetters bei der Hälfte abgebrochene Tour wurde dieses Jahr abgeschlossen. Eine Beschreibung findet sich bei der Tour von 2020 unten.

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Mit dem MTB in den Pfälzerwald

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Wann: 1. - 9. Juli 2021

Allgemein: Nachdem letztes Jahr die Fränkische Schweiz gefiel, ging es dieses Jahr zum Mountainbiken in den Pfälzerwald (Dahn). Eigentlich sollte es im Frühjahr sein, aber wegen Corona musste das verschoben werden.
Hier locken viele ausgewiesene und zum Teil auch anspruchsvolle Mountainbiketouren. Allerdings muss man je nach Standort und Dauer des Aufenthalts manchmal weit mit dem Auto anfahren. Unterwegs ist man meist ziemlich allein im Wald. Abends geht es dann auf ein Glas Wein, eine gut eingeschenkte Weinschorle und Pfälzer Hausmannskost. Wenn man Glück hat, bekommt man das auch alles am Ende der Tour in einer Hütte des Pfälzerwald-Vereins PWV.
Wer es nicht zu einsam möchte, der sollte einen größeren Ort für den Aufenthalt wählen. Dort hat man vielleicht auch noch ein Schwimmbad und etwas Auswahl was Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten angeht.

Bild Unter mountainbikepark-pfaelzerwald.de kann man kostenfrei Informationsmaterial und eine Karte bestellen. Auch die GPS-Daten der Touren sind dort verfügbar. Die Gegend ist übrigens auch Heimat des Rennradfahrers Udo Bölts, der sich heute für das Mountainbiken dort engagiert. Vielleicht sind auch deshalb einige der Touren lang und knackig ;-).

Anreise mit dem Auto und damit dann immer zu den Startpunkten der Touren.

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In 2 mal 7 Etappen mit dem MTB durch den Bayerischen Wald

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Wann: 6. - 13. Oktober 2020 und 19. - 26. September 2021

TEIL 1, 2020 - die Südroute.

Allgemein: In 7 Etappen durch den Bayerischen Wald, der Südroute der Trans-Bayerwald folgend, 330 km, ca. 7500 Hm mit Etappen bis zu ca. 1500 Hm. Start in Furth im Wald, Übernachtungen in Grassersdorf bei Rötz, Strahlfeld bei Stamsried, Falkenstein, Sankt Englmar (2 Nächte im schönen Sonnenhügel), Bischofsmais, Zenting und Passau.
Auch wenn wir letztendlich nur drei Mal in den Regen gekommen sind und immer mal wieder auch schönes Wetter hatten, so war es insgesamt eher trüb und kalt und der Boden zum Fahren schwer. Aus diesem Grund haben wir auch ab und zu eine Abkürzung genommen. So am zweiten Tag, weil es sich von der Unterkunft bequem zum See rollen ließ, auf der Tour nach Bischofsmais, wo wir durch die Abkürzung schlank über 300 Hm gespart haben (allerdings wohl auch schöne, aber nasse Trails verpasst haben) und so die schwere Tour auf für uns erträglichere 1500 Hm reduziert haben, und auf der Tour nach Zenting, die wir schlicht des Wetters wegen entschärft haben. Im Nebel und Regen die Auffahrt zum Brotjackelriegel zu machen, erschien uns weniger erstrebenswert. Da war das Hotel in Zenting schöner, und auch besser als die Unterkünfte in Eging am See. Die Strecke von Zenting nach Eging ist allerdings sehr interessant und war am nächsten Tag bei besserem Wetter ein schöner Beginn. Die Bauernhöfe werden im Süden generell etwas schöner, verzierter und je näher man Passau kommt typischerweise nicht mehr offen angelegt, sondern mit einem Hoftor versehen.
Insgesamt eine tolle Tour, insbesondere im Nachhinein. Allerdings musste ich mich erst an den komischen Mix aus Trekking und MTB-Fahren gewöhnen, und unterwegs hatte ich öfter an ein Aussteigen gedacht, weil das Wetter so unsicher war. Den Rucksack mit ca. 7 kg auf dem Rücken zu haben ist kein Problem, nur die Anstiege fühlen sich steiler an. Generell ist die Tour technisch nicht schwierig, aber es gab einige lange steile, wurzelige Anstiege auf der Strecke nach St. Englmar, die wir geschoben haben. Da man dabei aber nur unwesentlich langsamer ist, ist das an und für sich kein Problem.

Anreise mit dem Auto nach Furth im Wald. Rückreise von Passau mit dem Zug. Das Wetter war zu schlecht und kalt, um über die Nordroute mit dem Rad zurückzufahren. Das wir ein anderes Mal nachgeholt.

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TEIL 2, 2021 - die Nordroute.

Allgemein: Nochmal in 7 Etappen durch den Bayerischen Wald, nun der Nordroute der Trans-Bayerwald folgend, 340 km, ca. 7000 Hm mit Etappen bis zu ca. 1600 Hm. Start in Passau, Übernachtungen in Wegscheid ("Heini, druck mal das Internet aus!"), Waldkirchen, Mitterfirmiansreuth, Spiegelau, Zwieslerwaldhaus (2 Nächte), Lam und Furth im Wald.
Der erste Tag war gut zum Einrollen die Donau entlang, ging dann aber auch sehr schön an einem kleinen Bach entlang, wo man ab und zu für ganz kurze Stücke das Rad auch schieben oder tragen musste. Der zweite Tag startete kalt und regnerisch wie im Jahr zuvor und trübte die Laune. Aber dann wurde es immer besser und den Großen Arber hatten wir bei bestem Wetter und bombiger Sicht. Zuvor gab es am dritten Tag einen knackigen Tag mit der Auffahrt zum Dreisesselberg gefolgt einem zweiten (aus meiner Sicht unnötigen weil unspektakulärem) anstrengenden Anstieg zum Haidel. Zum Glück gab es auf dem Dreisessel eine Hütte mit Essen. Am Ende dieses Tages haben wir und dann auch die letzten Höhenmeter gestrichen und sind 3 km die Straße ins Ziel gerollt. Bei schlechtem Wetter hätte man übrigens den Dreisesselberg gut auf dem Donau-Wald-Radweg auf einer ehemaligen Bahnstrecke umgehen können (von Neureichenau nach Frauenberg). Es folgten zwei einfachere Tage, am zweiten aber auch mit einem langen, durchgehend steilen Anstieg, und im schönen Zwieseler Waldhaus blieben wir dann zwei Nächte, weil der nächste Tag komplett bewölkt und der Tag darauf für den Großen Arber sonnig angekündigt war. Der Anstieg zum Arber ist vor allem sehr lang und daher anstrengend, richtig steil wird es erst am Schluss. Wir hatten schlauerweise am Anfang der Tour ein paar Höhenmeter eingespart. Leider muss man zur Hütte auf der anderen Seite des Gipfels wieder etwas absteigen. Das Rad lässt man am besten oben. Fahren darf man da eh nicht. Vom Arber geht des dann über Lohbergerhütte nach Lam. Unterwegs gibt es noch eine Alm zum einkehren. Leider gab es zum Schluss eine eher unschöne Passage durch Geröll. Insgesamt, habe ich die Nordtour, was schöne MTB-Routen angeht, nicht so ansprechend in Erinnerung wie die Südtour, die mehr über schöne, schmale Wege führte. Außerdem schienen mir bei der Nordtour oft am Ende eines anstrengenden Tags noch unnötigerweise schwerere und weniger ansprechende Passagen eingebaut. Wir hätten manches Mal die letzten Kilometer lieber gemütlicher, zum Ausklingen gehabt. Aber die Route führt tief in den Bayerischen Wald in den Nationalpark und das Essen war auf diesem Nordteil deutlich besser! Außerdem hatten wir für drei Tage nette Mitstreiter, die wir unterwegs und in den Unterkünften immer wieder trafen.

Anreise mit dem Auto nach Furth im Wald. Am nächsten Tag früh mit dem Zug Passau und dann nach einem zweiten Frühstück los.

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Tipps/Hinweise: Unter Trans-Bayerwald.de kann man kostenfrei ein Starterpaket zur Tour bestellen. Das mitgelieferte Heftchen mit der Übersicht der Etappen fanden wir besser als die Tourbeschreibungen von Komoot. Wir hatten es auf der Tour dabei.
Unter bayerischer-wald-mountainbiken.de, www.bayerischer-wald.org, www.bayerischer-wald.de oder www.oberpfaelzerwald.de findet man weitere Touren für einen Anschluss.
Entweder gab es wenige Unterkünfte oder viele hatten geschlossen (Nachsaison, Corona-bedingt?), so dass es empfehlenswert ist, mindestens am Vorabend für den nächsten Tag zu buchen.

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Mit dem MTB in der Fränkischen Schweiz

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Wann: 15. - 22. August 2020 (und nochmal eine Woche 2021)

Allgemein: Nach knapp zehn Jahren ging es mal wieder in die Fränkische Schweiz. Dieses Mal statt Camping in eine Ferienwohnung in Gößweinstadt. Tolle Landschaft: Burgen, Felsen, Felder, Wiesen und Flusstäler. Viel Abwechslung auf den MTB-Touren und dann in ein Gasthaus oder einen Keller (Biergarten). Wir waren verwundert, wie wenig Leute wir unterwegs getroffen haben. Etwas voller wird es nur um Ebermannstadt. Außer MTB-Fahren kann man auch noch mit dem Kanu auf den Flüssen unterwegs sein oder einfach wandern und den Kletterern zuschauen.
Corona-bedingt gab es in den Gasthäusern oder Biergärten abends manchmal Engpässe, aber wir konnten ja auch mal zuhause etwas kochen. Tagsüber auf den Touren waren auch einige Gaststätten geschlossen, es empfiehlt sich also immer ausreichend Essen und Trinken dabei zu haben.

Anreise mit dem Auto und damit dann immer zu den Startpunkten der Touren.

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Mit dem Rad über den Rennsteig

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Wann: 10. - 13. Juli 2020

Allgemein: In dreieinhalb Etappen ca. 200 km über den Rennsteig von Eisenach nach Blankenstein. Die erste Etappe zur Ebertswiese war knackig, viele Höhenmeter und ab dem Einstieg zum Rennsteig ausschließlich Schotter und Waldboden. Die Tage danach waren einfach, auch weil es über weite Strecken über zum Glück wenig befahrene Straßen ging. Man hätte es also auch in drei Tagen machen können. Aber dann wäre man am Abend am Ziel in Blankenstein angekommen und wäre auch erst am nächsten Tag zurück in Hamburg gewesen.
Zu Fuß ist der Weg kürzer und im extremen Fall kann man die 160 km in 4 Tagen(!) machen. Deswegen trafen wir eine Wanderin auf unserer Strecke auch zwei Mal.

Anreise am Vortag mit dem Auto nach Eisenach, Rückreise nach dem halben Radtag mit dem Zug in ca. 3 Stunden nach Eisenach und dann von dort noch zurück nach Hamburg.

Reisen in Coronazeiten? Es wurde eng am Frühstücksbuffet (ja, das gab es!), und es war sicher nicht überall der gewünschte Abstand gewährleistet. Und wie habe ich das kürzlich in einem Artikel gelesen? "Wenn man sieht, wie die Leute ihre Masken tragen, dann versteht man, warum das mit der Geburtenkontrolle oft danaben geht." Seitdem muss ich öfter unvermittelt beim Bäcker lachen.

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Corona-Intermezzo

Wann: 2020

Wegen des Corona Virus kommt 2020 einiges durcheinander, und die Reisen sind natürlich nur das Geringste. Da es hier aber ums Reisen geht, kurz eine Zusammenfassung was bisher ausgefallen ist und schief lief.

Geplant war, im dritten Anlauf und dieses Mal konkret, eine Umrundung Taiwans mit dem Rad. An Weihnachten wurden die Flüge gebucht, 15. März bis 5. April. Ende Februar ist dann der Entschluss gefallen, die Reise zu verschieben. Da der Resturlaub nun aber genommen werden musste, habe ich am 28.2. einen Ersatzurlaub gebucht: 11 Tage Rennradurlaub auf Lanzarote, Abflug 20. März. Quasi eine Wiederholung vom Vorjahr. Direkt nach der Buchung: Quarantäne eines Hotels auf Teneriffa!

Beinahe hätte ich dann vergessen, den Flug nach Taiwan vor dem Abflug am 15.3. zu verschieben! Ich hatte noch abgewartet, um zu sehen, ob sich wegen der Corona-Situation die Stornierungs- oder Umbuchgungskonditionen ändern. Leider hat das Buchungssystem nichts Entsprechendes angezeigt. Stornieren wäre quasi ein Totalausfall gewesen, Verschieben kostet 150 € pro Kopf plus evtl. Preisdifferenzen der Flüge. Ein Verschieben des Flugs um ein Jahr war nicht möglich, da die Flugpreise für 2021 noch nicht vorlagen. Der nächste Versuch ist daher Oktober. Direkt nach erfolgreicher Umbuchung, mit Preisdifferenz, neuen Sitzplätzen dann doch knapp 450 €, sehe ich dann auf der Hauptseite von Emirates.com, dass Umbuchungsgebühren nicht mehr anfallen! Der Text ist nicht glasklar, aber tags darauf wird mir das in der Hotline bestätigt. Allerdings hätte ich anrufen müssen, und nun müsste ich mich an die Beschwerde stelle wenden. Gesagt, getan, was aber auch mit Hürden versehen war, da das Online-Formular zwar brav die deutsche Rechtschreibung überprüft, aber dann wegen unzulässiger Zeichen meckert. Aber welche nur? Umlaute und Anführungszeichen! Das hat also etwas länger gedauert. Ausgang ist noch offen. Und der Termin im Oktober erst recht.

Dann die weitere Zuspitzung der Situation in Europa. Hürzeler sagt den Urlaub ab und wird das Geld rücküberweisen, abzüglich 70 € Gebühren pro Kopf. Das ist nicht unbedingt berechtigt, aber Hürzeler insistiert oder bittet um Verständnis: "Spitzenverbände der Reiseindustrie prüfen die Rechtslage, ob aufgrund dieser Extremsituation überhaupt eine volle Rückerstattung der Reisekosten zur Anwendung kommt." Bei Umbuchung auf einen anderen Termin in 2020 würden die Gebühren nicht anfallen. Im Oktober ist schon Taiwan geplant, wir wollen erst im nächsten Jahr wieder nach Lanzarote. Da ich den Flug separat mit Condor gebucht hatte (bei Hürzeler zeigte mir das System keine Direktverbindung an) und ich diesen nicht kostenfrei stornieren sondern nur kostenfrei umbuchen konnte, und das auch auf das Frühjahr 2021, steht nun der Termin im März 2021. Nach einer Stunde Warteschleife und mehrmaligem Nachfragen, warum denn der Flug 60 € teurer sei, obwohl online exakt der gleiche Preis angezeigt wurde, habe ich den Flug ohne die 60 € Mehrpreis bekommen. Der Service war sehr freundlich (man stelle sich die Hotline-Situation zu diesen Zeiten vor!) und konnte sich selbst die Unstimmigkeiten in den Buchungssystemen nicht erklären.

Übrigens, Emirates stellte die Flüge nach Taipeh am 16.3. ein. Hin wären wir noch gekommen.

Ich glaube dies ist der erste Urlaub, den ich zuhause verbringe. Und ich merke, dass ich zum Abschalten von der Arbeit einen Tapetenwechsel brauche.

UPDATE 16.9.: Die Flüge nach Taiwan wurden von Emirates verschoben. Auf der Web-Seite konnte man die Rückerstattung beantragen (oder alternativ einen Gutschein). Das haben wir getan. Die Erstattung dauert angekündigt etwas länger. Mal sehen. Bei der Gelegenheit habe ich auch die Umbuchungsgebühren des ersten Fluges im Frühjahr eingefordert. Aber eventuell muss das nach Erstattung des Tickets noch einmal nachgefordert werden. (Statt nach Taiwan sind wir dann mit dem MTB ins kalte Bayern, s.o.)

UPDATE 24.10.: Die Flüge sind erstattet. Die Sitze und die Umbuchungsgebühren müssen wie vermutet separat beantragt werden.

UPDATE 3.11.: Sitze und Umbuchungsgebühren sind auch in voller Höhe erstattet worden. Top.

UPDATE März '21: Den Flug nach Lanzarote haben wir endgültig storniert, verfallen lassen. Erstaunlicherweise wäre das Hotel ausgebucht gewesen!

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Rennradurlaub auf dem Peleponnes

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Wann: 26. Okt. - 9. Nov. 2019

Allgemein: Schon wieder Rennradurlaub mit Hürzeler Bicycle Holidays. Dieses Mal aber auf dem Peleponnes. Wir waren schon lange nicht mehr in Griechenland und waren begeistert. Die Ecke ist auch im Oktober noch grün (Olivenhaine so weit man sehen kann), und die Bucht von Gialova ist nicht nur schön sondern auch ideal, um nach der Tour noch ins Wasser zu springen. Wir haben nicht das wahnsinnig(!) teure Golfressort Navarino gewählt, sondern sind direkt in Gialova im Zoe Resort untergekommen. Insbesondere das Restaurant am Wasser und die schönen Gärten haben es uns angetan. Da man sowieso im Restaurant isst und es im Ort auch schöne Alternativen gibt, könnte man das Hotel auch nur mit Frühstück buchen und abends an verschiedenen Orten essen. Wir hatten ein Auto (günstig!) und konnten so an Pausentagen die Gegend erkunden.

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Der Radverleiher ist im Golfressort, sehr hilfsbereit (hat GPS-Daten vorab bereitgestellt und vor Ort meine Brille repariert) und holt einen am ersten Tag in Gialova ab und bringt einen am letzten Tag wieder hin. Für die Tour bekommt man eine Banane und einen Sandwich vom Hotel Zoe mit auf den Weg. Die Touren sind toll aber knackig, und zu den Höhenmetern - es geht immer auf und ab - kommen zwischendurch noch steile Anstiege. Unterweges gibt es Cafes, aber nicht an jeder Ecke und nicht immer geöffnet, insbesondere im Hinterland, und deshalb sollte man dann einkehren, wenn man ein schönes sieht und nicht auf das nächste hoffen. Wer nicht auf die ganz großen schweren Touren gehen kann oder mit dem Auto den Radius erweitert, hat in 10 Tagen leicht die Gegend erkundet. Die Touren findet man als GPS-Daten in bikemap.net.
Einziger nerviger Punkt: freilaufende Hunde! Aber der Verleiher gibt dazu Tipps, und bis jetzt sind alle von den Touren zurückgekommen :-).

Und auf dem Rückweg kann man auch noch ein, zwei Nächte in Athen bleiben. Auch toll, aber ein anderes Kapitel. Also, unbedingt eine (Rad-) Reise wert!

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Kurzurlaub mit dem Rad von Salzwedel nach Berlin

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Wann: 1. - 3. Mai 2019

Allgemein: In 3 langen Etappen von Salzwedel zur Elbe, nach Havelberg und dann entlang die Havel über Plaue nach Berlin.

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Rennradfahren auf Lanzarote

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Wann: 22. - 31. März 2019

Allgemein: Rennradurlaub auf Lanzarote mit Hürzeler Bicycle Holidays (Costa Teguise). Radfahren durch Lavalandschaft bei in der Regel entspanntem Verkehr. Normalerweise mit viel Wind und ohne Schatten. Die eine oder andere Straße ist zu schlecht asphaltiert, aber alles in allem ein sehr schönes Radrevier (ab April beginnt die Radnebensaison). Wer dann noch ab und and die Radschuhe auszieht und die Museen von César Manrique besucht, hat einen ausgewogen Urlaub.
Das Hotel ist eine riesige Anlage in wenig attraktiver Umgebung (Zimmer neben den Aufzügen meiden), bietet aber alles, und für kleines extra Entgelt kann man in ein großes 50m-Schwimmbecken (Badekappe ist Pflicht). Das Essen war durchweg gut, es gibt einen Bus in die Hauptstadt und gegenüber kann man Mietwagen mieten.
Wir kommen gerne mal wieder. Alleine schon des Wetters wegen.

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Trekkingradtour durch die Pfalz, den Schwarzwald und die Schwäbische Alb: Weingüter, alte Höfe, Streuobst­wiesen und Weltmarktführer

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Wann: 7. - 26. September 2018

Allgemein: 15 Etappen, ca. 900 km aber knapp 8500 Hm. Anfahrt nach Frankfurt, Rückfahrt von Stuttgart, beides mit dem neuen ICE 4, der sage und schreibe Platz für 8 Räder bietet.

Unterkunftsorte waren: Nackenheim (am Rhein), Asselheim (Pfalz), Gleisweiler, Mörsch/Rheinstetten (andere Rheinseite), Gernsbach (Schwarzwald), Obertal, Freudenstadt (2 Nächte), Mühlenbach, Kalte Herberge, Feldbergpass (2 Nächte), Bräunlingen (kurz vor der Donau), Beuron, Veringenstadt (Lauchertal/Alb), Bad Urach, Stuttgart (3 Nächte)

Bild Wieder so eine Reise, die total überraschte. Aus Heidelberg stammend und damals eher an Mofas und dann Autos interessiert, habe ich nicht allzuviel erwartet. Schwarzwald bedeutete Kur und alte Leute. Klar war, daß es anstrengend würde. Aber das wollten wir, und außerdem hätte es für den Fall der Fälle eine leichtere Ausweichroute am östlichen Rand des Schwarzwalds gegeben (neue Schwarzwald-Panoramaroute, wir haben den alten Schwarzwald-Radweg durch die Mitte genommen).
Gestartet sind wir in Frankfurt und bald ging es schon durch Weingegenden. Am Rhein entlang war es eher durchwachsen schön. Die Pfalz sticht durch Weinkultur hervor, man könnte den ganzen Tag Wein verkosten - könnte! Die Wege sind schön, aber eckig und teilweise mit kurzen, knackigen Steigungen. Weit rollen kann man nicht. Tja, und im Schwarzwald geht es richtig auf und ab, rauf auf die Höhe und dann wieder ins nächste Tal. Es lohnt sich aber, und die Radwege sind zumindest im Nordschwarzwald oft asphaltiert. Faszinierend fand ich, dass es nicht einfach ein dunkler Wald ist, sondern man immer wieder auf lichte Kulturlandschaft trifft, kleinen Bachtälern folgt und schöne Ausblicke hat. Das Donautal ist wie erwartet schön und wenn man dann denkt, jetzt muß man halt noch nach Stuttgart fahren, dann überrascht die Alb auch noch mit einsamer Kargheit. Toll. Und Stuttgart ist immer noch eine Stadt für den zweiten Blick.
Ach ja, eins noch, in Rheinland-Pfalz wird man schnell mal angequatscht, und der Badenser kommt lebensfroher daher als der Württemberger.
Ob es am schönen Wetter lag? Dies war sicher eine der schönsten Touren in Deutschland.

Bilder Weinstraße, Schwarzwald, Donau, Alb und Stuttgart:

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Tipps/Hinweise: Obwohl es schon September war, gestaltete sich die Unterkunftssuche insbesondere an den Wochenenden schwieriger als gedacht. Wanderer hatten alles reserviert und wir dachten zwei Mal, wir müßten größere Umwege machen, um ein Hotel zu finden. Für den nächsten Tag vorbuchen wollten wir nicht, da wir nicht abschätzen konnten, wie weit wir kommen würden. Strecke und Höhenmeter sind nicht alles, manchmal waren die Steigungen happig. Also hieß es am frühen Nachmittag zu surfen und telefonieren. Einige Einträge findet man erst, wenn man ganz weit rein zoomt, oder sie waren veraltet und Hotels oder Pensionen längst aufgegeben (sollte man irgendwie melden können). Dafür haben wir aber gehört, daß Ferienappartments oft auch für eine Nacht vermietet würden und günstiger sein könnten. Wegen der Unterkünfte mußten wir auch die eine oder andere Etappe kürzer als üblich halten.
Und natürlich muß man die lokale Küche probieren. Linsen mit Saiten zum Beispiel, einzigartig in Freudenstadt im Gasthof zum Bad.

Nach der Reise war eine Komplettrenovierung des Rades fällig. Dazu mehr hier: Renovierung des Reiserades.

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Kurzurlaub mit dem Rad von Rostock zur Müritz, nach Ludwigslust

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Wann: 10. - 13. Mai 2018

Allgemein: In 4 Etappen von Rostock über Güstrow nach Waren an der Müritz, Lübz und Ludwigslust.

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Motorradtour durch Schottland und Nordengland

Strecke

Wann: 19.6.-7.7.2017, plus Anfahrt zur Fähre und zurück.

Allgemein: Anfahrt mit der Fähre von Amsterdam nach Newcastle. In Großbritannien 17 Etappen, ca. 2800 km. Insgesamt häufig kühl (12°C), drei richtige Regentage.

Etappenstationen waren: Gifford (vor Edinburg), Edinburg - 2 Nächte, Blairgowrie, Elgin, Inverness, Durness, Ullapool, Gairloch (2 Nächte), Staffin (Skye, 2 Nächte), Fort William, Glasgow (2 Nächte), Broughton (bei Cockermouth, Lake District), Reeth (Yorkshire Dales), Durham.

Highlands

Schottland hat uns begeistert: Atemberaubende Landschaften - insbesondere im Nordwesten, Schlösser, wunderschöne Gärten, Meer, schöne Strände (o.k. baden ist nur etwas für ganz hart gesottene), stilvolle Unterkünfte und vieles mehr. Ideal für einen schönen Motorradurlaub.

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Das alles zieht mittlerweile viele Touristen an und hat die Preise erhöht. Edinburg war uns z.B. zu voll, Portree auf Skye ebenfalls (vor Portree lag ein Kreuzfahrtschiff), der Norden von Skye war dann wieder leer und sehr schön. Glasgow hat uns angenehm überrascht. Eine tolle Großstadt im Wandel. Überall Cafes und Restaurants, Live-Musik in den Pubs, und alles sehr, sehr entspannt. Wahrscheinlich auch weil Ferien waren.

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Aber abseits der großen Zentren (Großraum Glasgow und Edinburg) ist man wieder in dünn besiedelter, großartiger Landschaft und sieht zu, daß man immer genug Sprit im Tank hat.

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Am Ende hatten wir noch Zeit für einen Ausflug in den Lake District und die Yorkshire Dales. Auch hier waren wir begeistert. Liebliche Landschaft, viele Cafes und Pubs auf dem Land (in Schottland meist nur in den Städtchen), winzige Sträßchen, nebelüberzogene Hügel und Weiden. Klasse!

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Tipps/Hinweise: Auch wenn noch keine Hauptferienzeit war, gestaltete sich die Unterkunftssuche nicht einfach. Wir wollten flexibel bleiben und hatten nicht vorgebucht. Zu unserer Überraschung zeigte Booking.com häufig keine freien Unterkünfte an, auch nicht in weiterer Umgebung des Wunschziels. Oder es gab nur sehr teure Unterkünfte (deutlich über 120 GBP, auf Skye noch mehr). Einmal half es die Unterkünfte aus dem Reiseführer direkt anzurufen, mal am Tag danach nochmal zu schauen, einen anderen Anbieter zu probieren (die visitscotland-Seite hat zwar eine Meta-Suchmaschine, ist aber leider sehr langsam und nicht gerade übersichtlich) oder nach einem B&B für 2 Nächte statt einer zu suchen. Aber unterwegs anhalten und einfach per Handy zu suchen geht nicht, allein schon, weil es meist keine mobile Datenverbindung gibt.
Also, die Hauptreisezeit vermeiden, entweder vorbuchen,oder mit WLAN vom Hotel aus die nächsten Unterkünfte buchen, mal auch etwas mehr ausgeben und flexibel bleiben. Alles in allem ist Schottland eh nicht günstig. Allerdings bekommt man für das Geld oft auch sehr stilvolle Unterkünfte und eigentlich immer ein tolles Frühstück - 3 Wochen cooked breakfast! Und, abends in den Restaurants reservieren nicht vergessen.

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Auch das Essen ist häufig deutlich besser als die Klischees es vermitteln. Manchmal sind ambitionierte junge Köche am Werk und mittags kann man ein 2-Gänge-Menü schon mal für 13 GPB bekommen. Ansonsten bleiben die Klassiker Burger und Fish & Chips. Und immer ein gutes Bier und ein gemütlicher Pub. Nachmittags auch Suppe, Tee, Scones - gerne alles immer wieder!

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Und hier noch ein paar Worte zur Motorradausrüstung.

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Motorradtour von Wien nach Rumänien

Pferdewagen

Wann: 7.-27. September 2016

Allgemein: Anfahrt mit dem Autozug nach Wien. In 17 Etappen ca. 3900 km.

Etappenstationen waren: Budapest, Arad, Alba Julia, Kloster Tismana, Curtea de Arges, Sibiu (Hermanstadt) - 2 Nächte, Sighisoara (Schäßburg), Brasov (Kronstadt) - 2 Nächte, Bukarest - 2 Nächte, Constanta, Braila, Iasi, Radauti, Viseu de Sus, Baia Mare, Vac (bei Budapest), Wien.

Strecke

Eine weitere Streckenkarte und ausführlichere Etappenberichte gibt's hier: Etappenberichte.

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Rumänien ist ein Land der Gegensätze. Von arm bis reich ist alles vertreten, ebenso von häßlichen, sozialistischen Plattenbauten und Industriebrachen bis zu renovierten Villen und Altstadtkernen. Man trifft auf idyllische Dörfer, wie sie wohl bei uns vor 100 Jahren waren (Gänsefamilien, Brunnen am Straßenrand), Pferdewagen (Traktoren haben wir tatsächlich kaum gesehen) sowie Hirten aller Art (häufig auch einen alten Mann, der seine wahrscheinlich einzige Kuh zum Grasen führt). Genauso hat man aber auch oft den Eindruck, daß wer Geld verdient hat sich einen Protzpalast hinstellt (der Goldzahn von heute) oder im Jogginganzug einen teuren Passat mit Lederausstattung fährt. In vielen Städten gibt es Altstädte mit schönen Cafés und Leute, Schüler und Studenten, die dort auch sitzen und Geld lassen können, nachdem sie vorher z.B. in den umliegenden Bergen bei Brasov beim MTB-Fahren waren. Und belebte Fußgängerzonen, in denen alle abends flanieren und wo man dann auch mal auf bettelnde alte Damen trifft. Also eine große Bandbreite.

Auch die Regionen und deren Bewohner unterscheiden sich deutlich. Transilvanien ist anders als die Gegend südlich der Karpaten, die Küstenregion, Bukovina und Maramures. Wir haben sehr schöne dunkelhaarige Leute gesehen und im Nord-Osten an der Grenze zur Ukraine dann eher blondere und stämmigere. Dort waren die Restaurants oft verschlossener, die Vorhänge vorgezogen, aber alle waren immer noch sehr freundlich.

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bukarest

Die ersten zwei Tage waren wir alles in allem zugegebenermaßen noch skeptisch. War es eine gute Idee nach Rumänien zu fahren und uns Armut und die häßlichen Überreste des Sozialismus anzusehen? Ich verglich die Reise auch immer mit der Kroatientour von letztem Jahr, die wunderschön war und die man bedenkenlos empfehlen kann. Aber Rumänien? Später wurde es dann immer besser. Evtl. haben wir uns auch erst an das Land gewöhnen müssen. Und nach unserer Rückkehr waren wir noch wochenlang aufgeregt, voll von Erinnerungen und Gedanken an Rumänien. Es war ein Abenteuer und ist haften geblieben. In Deutschland lebende Rumänen, die wir später trafen, konnten unsere Begeisterung oft nicht teilen. Es kommt wohl auf die Herkunft und Perspektive an.

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Höhepunkte für uns waren unter anderem die Paßfahrten in den Karpaten, die deutschen Städte in Transsilvanien, die Kirchenburgen und orthodoxe Klöster und Holzkirchen sowie die abwechslungsreichen Landschaften und Regionen und die zum Teil abenteuerlichen Fahrten mit dem Motorrad. Und natürlich viele Dinge, die es hier nicht oder nicht mehr gibt.

Wir sind auch an einigen Sachen vorbeigefahren (Ausflug ins Donaudelta, Eisenbahn Viseu de Sus, ...). Zum Teil mangels Zeit - 3 Wochen sind eben nur 3 Wochen - und z.T. auch, weil wir uns nicht kurz vorher eingelesen hatten. Aber es gab auch schon so genug zu planen. Das Land ist groß und mögliche Strecken gibt es viele. Und das Donaudelta ist evtl. noch eine eigene Reise wert.

Constanta

Tipps/Hinweise: September war eine gute Reisezeit, auch wenn dieses Jahr das Wetter ungewöhnlich extrem war. Wir hatten sowohl über 30°C als auch nur 5° und Regen. Anfangs waren noch Schulferien, aber die Unterkunftssuche, in der Regel am Vortag über Booking.com, war nie ein Thema. Die ganze Bandbreite war meist verfügbar, von 25 - 100€ für zwei Personen inkl. Frühstück. Überhaupt ist die Reiseinfrastruktur gut, viel besser als man sich das fälschlicherweise vorstellt. Man spricht meist Englisch, bezahlen kann man quasi immer mit Kredit- oder EC-Karte, WLAN gab es auch immer. Und noch eines, alle waren superfreundlich, wir haben uns überall wohl und sicher gefühlt.
Die Verkehrsteilnehmer sind meist zuvorkommend und unagressiv. Dennoch ist ständige Achtsamkeit angesagt. Es kann immer ein überfahrenes Tier auf der Straße liegen, ein Autofahrer unvermittelt anhalten, eine Schafherde über die Straße getrieben werden, etc..

Karten habe ich wieder von Lambertus geladen (s. Kroatien). Für Rumänien gibt es keine speziellen ADAC-Karten, aber deren Süd-Ost-Europa-Karte diente dennoch als große Routenübersichtskarte.

Und hier noch ein paar Worte zur Motorradausrüstung.

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Trekkingradtour durch Belgien (Vlanderen Fietsroute)

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Wann: 27. Juni - 10. Juli 2016

Allgemein: Nach Belgien? Allgemein löste dies Verwunderung aus. Was fällt einem auf Anhieb schon zu Belgien ein? Pralinen, Fritten, sonst noch etwas? Ach ja: Brüssel und EU. Aber wir wurden überrascht. Es war eine der schönsten Radtouren. 12 Etappen, ca. 900 km. An- und Rückfahrt mit dem Zug nach Maastricht.

Ende Juni ist eine gute Reisezeit - die weiten, dünn besiedelten Landschaften stehen im Saft, die Felder sind kurz vor der Ernte. Die Radwege sind gut, vor allem gibt es überall welche, und die Vlanderen Fietsroute ist bestens ausgeschildert. Nur Unterkünfte waren teilweise spärlich vorhanden. Es lohnt sich, mehrere Quellen zu haben und sich nicht nur auf die Buchungsportale zu verlassen. Überall gibt es immer wieder topmoderne, tolle Architektur - auch in den oft auch eher trostlosen Dörfern. Scheinbar ist das Baurecht freizügig. Und weitere Stichpunkte: Tolle alte Städte, gutes Essen, alles ca. 20% teurer als in Deutschland (aber ich denke, man bekommt i.d.R. auch mehr für's Geld); 1. Weltkrieg; Meer und Strand (wäre ich sonst jemals nach Oostende gefahren um festzustellen, daß es gefällt?); Brügge, Gent, Antwerpen - Highlights; Radrennfahrer und Radrennen - nahezu überall und jeden Tag. Und übrigens, der erste Teil der Tour ist durchaus auch hügelig.

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Unterkunftsorte waren: Maastricht - Goetsenhoven (bei Tienen) - bei Alsemberg (südl. von Brüssel) - Parike (flämische Ardennen - im Herz der Tour der Flanders) - Kortrijk - Poperinge - Oostende - Brügge (2x) - Gent - Antwerpen - Turnhout - Bree - Elsloo (bei Maastricht)

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Motorradtour von Wien nach Dubrovnik

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Wann: 10.-23. September 2015

Allgemein: Anfahrt mit dem Autozug nach Wien. In 12 Etappen ca. 2400 km.

Kroatien ist eine Wucht. Die Tour entlang der Küste läßt sich durch Fahrten auf die Inseln abwechslungsreich gestalten. Der Süden ist wunderschön. Und Bosnien zeigt schreckliche Vergangenheit zusammen mit schöner Natur und junger Cafékultur und Lebenslust. Slowenien ist dann wieder westlich gepflegt und lieblich.

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Tipps/Hinweise: Gute Reisezeit. Bis auf die Hotspots Dubrovnik, Mostar und Split zu dieser Zeit äußerst entspannt. Wir haben meist ein oder zwei Tage über booking.com vorgebucht. Einfach auch weil die Suche einer Unterkunft nach Ankunft zu stressig sein kann. Je nach Navi kann die Adresssuche allein schon schwierig sein.

Als Kartenmaterial für Garmin kann ich die Karten von Lambertus empfehlen, ohne Style-File. Nicht täuschen lassen, die sehen am Rechner nicht gut aus, kommen auf einem Dakota den CityNavigator-Karten aber sehr nahe. Unterstützend hatte ich mir Karten vom ADAC zuschicken lassen. Diese enthalten auch gute Routenvorschläge.

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Trekkingradtour Saale-Main

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Wann: July 2015

Allgemein: Schöne Radtour von Jena die Saale stromauf und dann den Main entlang stromab nach Frankfurt. 10 Etappen und je eine kürzere Strecke am An- und Abreisetag. Ca. 800 km.

Im oberen Teil der Saale sind einige Höhenmeter zu überwinden. Wenn man statt Bischofsgrün Bad Berneck ansteuert und Bayreuth auspart sind es weniger. Dafür rollt man von Bischofsgrün nach Bad Berneck mit leichtem Gefälle am nächsten Tag locker dahin. Im Osten führen die Radwege teilweise auch auf ruhige Landstraßen, das ist aber nicht schlechter als die abgetrennten Radwege entlang des Mains. Insgesamt auch eine Tour mit kulinarischem Erlebniswert, viele kleine Brauereien und Winzer, auch wenn man feststellen muß, daß mehr und mehr Gaststätten, Hotels und Biergärten schließen. Schöne kleine Städtchen, bis auf Bamberg nicht von Touristen überrollt.

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Wandern auf Teneriffa

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Wann: Januar 2015

Allgemein: Wunderschöne und z.T. auch knackige Wanderungen in den Bergen Teneriffas (Anagagebirge, Tenogebirge, Valle Orotava). Ausgangspunkt La Laguna und Garachico. Und bei schlechtem Wetter im Norden geht's rauf zum Teide. Dort ist man sehr oft über den Wolken und die Canadas dort sind ein Muß.

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Tipps/Hinweise: Superschöne Paßstraßen. Vorsicht ist geboten. Die meisten Fahrer sind Touristenpärchen und meinen schon ganz rechts zu fahren. Man selbst evtl. auch ;-)

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Motorradtour Alpen - Hamburg

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Wann: August 2014

Allgemein: In 5 Etappen vom Zillertal über den Gerlospaß nach München, dann über Straubing in den Bayerischen Wald und nach Weiden, weiter über das Fichtelgebirge in den Thüringer Wald und dann in den Harz und durch die Lüneburger Heide nach Hamburg, ca. 1500 km auf meist kleinen traumhaften Landstraßen bei wenig Verkehr.

Anreise/Kosten/ Verkehrsmittel: Hinfahrt mit dem Autozug von Altona nach München-Ost.

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Tipps/Hinweise: Der bayrische Metzger mit angeschlossener Wirtschaft, die Leberkässemmel - einfach gut!. Leider sieht man mittlerweile einige Wirtshäuser leerstehen. Das "Hotel am Tor" in Weiden, sehr schön. Die Thüringer Klöße zum Hirschbraten in Hotel "Zur Guten Quelle" in Brotterode, auch super.

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Trekkingradtour Göttingen - Eisenach - Jena - Magdeburg

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Wann: 5. Juli - 13. Juli 2014

Allgemein: Radtour in 7 Etappen entlang ausgewiesener Rad- und Fernradwanderwege, ca. 530 km (Leine-Heide-, Werratal/Herkules-, Thüringer-Städtekette-, Saale-Radweg). Entlang schöner Flußläufe, häufig ohne die übliche Bundesstraße oder Eisenbahnlinie direkt nebenan, und die Städte Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar und Jena verbindend - dort manchmal auch mit kurzen, weniger schönen Abschnitten Straße der Romanik, Fachwerkdörfer, alte Höfe. Wenig Radtouristen, dennoch ausreichend Bett-und-Bike Unterkünfte. Ost-Charme.

Anreise/Kosten/Verkehrsmittel: Hin- und Rückfahrt mit dem Zug. Hin mit Radreservierung im IC, zurück mit Regionalzügen.

Tipps/Hinweise: Wie wäre es das nächste Mal den Rennsteig entlang und dann über die Werra zurück?.

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Trekkingradtour Salzburg - Adria - Venetien - Trento

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Wann: 22. Juni - 6. Juli 2013

Allgemein: Radtour in 12 Etappen entlang ausgewiesener Rad- und Fernradwanderwege, ca. 840 km. In den Alpen oft an Straßen entlang - meist wenig befahren, In Italien ein Mix aus zu Radwegen umgewandelten ehemaligen Eisenbahnstrecken (inkl. teils unbeleuchteter Tunnel), Feldwegen, Straßen und stark befahrenen Straßen (Grado - Caorle). Wie immer mit zwei Packtaschen und ohne gebuchte Unterkünfte, was zu dieser Zeit keinerlei Problem war. Nur kurz vor Golling waren die Hotels entlang der Autobahn ausgebucht (Übernachtungstopp für die Anreisenden in den Süden). In Golling selbst, gab es aber noch genug Unterkünfte.

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Anreise/Kosten/Verkehrsmittel: Hin- und Rückfahrt mit dem Zug. Dieses Mal klappte die Buchung von Radreservierungen auf den Fernzügen recht gut, allerdings nur über die Hotline, die sich in dieser Hinsicht deutlich verbessert hat. Die Rückfahrt ging von Trento nach München, dort Pause im Biergarten und dann mit dem Nachtzug weiter nach Hamburg.

Touren: In 12 Etappen entlang des Alpe-Adria-Radwegs von Salzburg nach Grado. Stationen waren Golling (am ersten Abend noch), Bad Gastein (hierhin gibt es dann doch ein paar knackige Steigungen und Autotunnel, für die man die Oropax bemühen sollte), dann 9 km durch die Tauern mit dem Autoverladezug und dann auf der anderen Seite mit einer wunderschönen Abfahrt nach Villach, hinüber nach Italien und entlang einer ehemaligen Eisenbahnstrecke nach Moggio Udinese (Tip!), Udine, Grado. Von Grado aus geht keine Fähre nach Lignano (manche Karten zeigen eine), d.h. man muß später die Lagune wieder zurück, wenn man weiter nach Süden fährt.

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Danach weiter nach Caorle (auf diesem Abschnitt gibt es sehr stark befahrene Straßen und keine Alternative durch die Lagunen, evtl. mit der Bahn nach Venedig; wir haben auch ein Teilstück mit der Bahn gemacht), Lido die Venezia, Pausentag in Venedig, und dann die Laguneninseln entlang über Chioggia zu den Colli Euganei nach Este, dann weiter nach Vicenza und von dort über Bassano del Grappa ins Brenta-Tal (Valsugana) nach Primolano und dann am letzten Tag noch mit ein paar Anstiegen nach Trento.

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Die Reise kann wahrscheinlich am besten in Alpen und der weiten Ebene in Venetien unterteilt werden. Dort können die Radwege teilweise etwas langweilig werden, da man oft an Deichen entlang fährt. Aber eventuell hatten wir nur diesen Eindruck, weil es nicht nur sehr heiß, sondern meist auch schattenlos war. Alles in allem eine sehr schöne Tour. Auch wenn sie öfter als die bisherigen an Straßen entlang ging, wurde das kompensiert durch die schönen Städte Italiens, allesamt im Zentrum verkehrsberuhigt, die traditionellen Ecken und Küchen in Österreich, die Berge, sowie die kleinen angenehmen Überraschungen bei den Unterkünften (Moggio Udinese, Lido, Este, Vicenza, Primolano, ...).

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Tipps/Hinweise: Die Unterkunftssuche wird eindeutig erleichtert, wenn man irgendwelche Navigationshilfen hat, die Unterkünfte mit ausweisen. Auf den Radwegübersichten sind meist keine angegeben. Was natürlich sehr sinnvoll wäre. Aber mit ein paar Brocken Italienisch kommt man immer weiter.
Bleibt noch zu erwähnen, daß man nach wie vor in Italien sein Wechselgeld kontrollieren sollte, zumindest in den Touristenhochburgen und daß das eine oder andere Hotel am liebsten bar ohne Rechnung bezahlt wird.

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Trekkingradtour Stralsund - Prag - Regensburg

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Wann: 20. August - 7. September 2012

Allgemein: Radtour in 16 Etappen entlang ausgewiesener Rad- und Fernradwanderwege, ca. 1250 km. In Deutschland meist auf eigenen Radwegen, in Tschechien auf kleinen Landstraßen, die mit den Radwegenummern markiert sind. Mit zwei Packtaschen und ohne gebuchte Unterkünfte.

Anreise/Kosten/Verkehrsmittel: Hin- und Rückfahrt mit dem Zug. Nachdem vor der Reise sämtliche Radreservierungen auf den Fernzügen an allen Tagen ausgebucht waren, dachten wir, wir müßten mit Regionalzügen und zig-Mal Umsteigen, notfalls an zwei Tagen, nachhause fahren. Aber wir hatten Glück und haben spontan am Zielort noch Fahrkarten für den durchgehenden IC nach Hamburg bekommen (teuer). Dennoch, in Sachen Rad-und-Bahn läuft hier etwas falsch. 5 der 16 Stellplätze waren ständig frei und weil vorher keine Stellplätze verfügbar waren (was einem natürlich immer erst am Ende des Buchungsversuchs angezeigt wird), hatten wir schon an einen anderen Urlaub gedacht.

Touren: Anfangs einfache Touren auf ausgeschilderten Radwegen. Oft auf oder hinter dem Deich. Manchmal auf Wald oder Feldwegen. In Tschechien dann auf kleinen Straßen und öfter mit knackigen Anstiegen. Auch im Bayerischen Wald muß schon mal abgestiegen werden. Meist sehr einsam und mit wenig Infrastruktur, sprich wenig Cafes oder Unterkünfte. Man sollte für einen Tag autark sein und wegen der Unterkunft auch lange Etappen bewältigen oder noch 15 km dranhängen können. Insbesondere deshalb sind unsere Etappen etwas länger geworden als wir ursprünglich gedacht hatten.

Start in Stralsund, und die ersten Tage durch schönes Haffgebiet (Peenemünde, Usedom, Seeadler, Ückermünde) und dann ins Landesinnere durch hügelige Endmoränenlandschaft nach Löcknitz am See. Danach ab Gartz entlang der Oder mit seinen Poldergebieten und in den Nationalpark Unteres Odertal. Mit einer Übernachtung auf polnischer Seite weiter bis nach Frankfurt, wo ein Pausentag fällig war (Freiluftkino, ruhige Stadt mit Einwohnerschwund).
Dann weiter am Deich und schließlich entlang der Lausitzer Neiße nach Forst (u.a. bekannt für Bahnradfahren und Steherrennen, Olli-Ditsche-ähnliche-Szenen im Kebab-Laden). Ab Forst zur Abwechslung weg vom Deich, den Fürst-Pücklerweg (Schloßpark in Bad Muskau!) durch Heidelandschaft. Danach wieder schöne Flußlandschaft und die nächste Nacht schon in Görlitz (wunderschöne Altstadt). In Tschechien geht es bald nur noch auf kleinen Straßen weiter nach Turnov, mit knackigen kurzen Anstiegen und einem längeren Berg mit anschließend schöner Abfahrt und schönen Bachtälern.
Am nächsten Tag Regen, aber das macht das Böhmische Paradies mit seinen schönen Fachwerk- und Blockhäusern etwas geheimnisvoller. Die Strecke bis zur Elbe nach Nimburg ist nicht so berauschend und die Gegend sehr arm. Den Radweg an der Elbe kann man bald knicken, Schlamm und Steine. Wir finden leider keine schöne Unterkunft.
Ab nach Prag (Weg ins Zentrum nicht immer einfach) und dort wieder einen Pausentag. Wirklich eine Reise wert und natürlich voll von Touristen aus aller Welt.
Ab Prag kommen uns vereinzelt wieder Radtouristen entgegen, da wir nun auf dem Fernradweg München-Regensburg-Prag sind. Vor Prag waren wir absolut die einzigen. Weiter über Karlstein und Pilzen bis Domaszlice (schönes Städtchen) durch manchmal toskanisch anmutende Landschaft (scheint auch deutlich wohlhabender als vor Prag), erst am Fluß entlang und dann hügelig aber mit nicht mehr so steilen Anstiegen. Nach Domaszlice ist es nicht mehr weit nach Deutschland und entlang des Regen geht es zum Ziel nach Regensburg, mit Pausen und bayerischem Biergartenessen und einer ruhigen Nacht direkt am Fluß. In Regensburg haben wir reichlich Zeit für eine Führung durch das Weltkulturerbe und die Organisation der Rückreise.

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Tipps/Hinweise: GPS-Tracks für die Reise habe ich unter gpsies.de und für Tschechien unter radreise-wiki.de gefunden. Anfangs folgt man dem Ostseeküsten-Radweg D2, dann dem Radweg Berlin-Usedom, die Deutschlandroute D12 führt entlang der Oder-Neiße und in Tschechien folgt man dem Radweg 14 (ab Liban kaum beschildert, unter radreise-wiki.de fälschlich als 21 bezeichnet), nach Prag hinein wird es etwas chaotisch (im Prinzip A25 folgend) und aus Prag heraus folgt man schön und schmerzlos der A1 bis zum Stadtrand, und dann geht es auf der 3 bis nach Deutschland. Radwege in Tschechien sind unter cycloserver.cz zu sehen, wenn man weit genug vergrößert.

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Überführungsfahrt - mit der Vespa von Toulouse nach Hamburg

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Wann: 2. - 6. August 2012

Allgemein: Überführungsfahrt einer Vespa 250 GTS in 5 Etappen von Toulouse nach Hamburg. 1820 km auf meist kleinen Landstraßen. Zu zweit mit kleinem Gepäck.

Etappen: Tag 1: Toulouse - Aurillac - Clermont Ferrand - Riom, ca. 400 km. Tag 2: Riom - Dijon - Neufchateau, ca. 400 km. Tag 3: Neufchateau - entlang der Mosel bis Alken, ca. 400 km. Tag 4: Alken - Königswinter (Pause bei einem Freund) - durchs Ruhrgebiet nach Lippstadt entlang kleinster Landstrassen (siehe Tipp zum Routing unten), ca. 300 km Tag 5: Lippstadt - Porta Westfalica - Hamburg, ca. 320 km.

Tipps/Hinweise: ViaMichelin.com ist ein guter Tipp, wenn man schöne Routen finden möchte. Das Garmin Dakota vermeidet nicht nur Autobahnen sondern auch gleich Bundesstraßen, es geht also nur auf kleinen Landstraßen dahin. Das ist toll, aber nicht immer gewünscht, daher sollte man immer am Rechner routen und die gefundenen Routen in Tracks wandeln, in der Größe reduzieren und zusätzlich auf das mobile Gerät spielen.

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Aber der Schrecken leider dann am Morgen danach in Hamburg, es ist unfaßbar:

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Trekkingradtour durch Deutschland

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Wann: 29. August - 14. September 2010

Allgemein: Radtour in 15 Etappen entlang ausgewiesener Rad- und Fernradwanderwege, ca. 1070 km. Mit zwei Packtaschen und ohne gebuchte Unterkünfte. Anfangs zu weite Strecken geplant und deshalb nach 3 Etappen die Notbremse gezogen, sprich von Goslar nach Holzminden mit dem Zug gefahren.

Anreise/Kosten/Verkehrsmittel: Rückfahrt mit dem Zug. Leider hat die direkte Nachtzugverbindung von München kein Radabteil mehr.

Touren: Einfache Touren auf ausgeschilderten Radwegen. Dennoch manchmal auf Wald oder Feldwegen, so daß knapp 100 km pro Tag zu viel sind und keine Zeit für Besichtigungen lassen. Auch die Etappenortlagen lassen nicht immer 100 km zu. Sehr schön ist, daß die Radwege überwiegend (ca. 90%) fernab der Straßen laufen. Hamburg - Goslar, von Goslar zur Weser (Bahn). Entlang Weser und Fulda. Hinüber zum Main, dann zur Tauber. Entlang der Romantischen Straße durch das Ries nach Augsburg. Über Fürstenfeldbruck nach München. Ankunftsfoto an der Blutenburg.

Tipps/Hinweise: Fernradwege sind alle unter Open Street Map bzw. Open Bike Map zu finden. Von Holzminden bis Augsburg ging es z.B. entlang der Deutschlandroute D9. Für Routenplanungen kann ich mittlerweile OpenRouteService.org sehr empfehlen.

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Reisen bis 2008